Warnschutzkleidung

Anforderungen an Warnschutzbekleidung

Warnkleidung ist eine Schutzkleidung, die dazu dient ihre Träger ( Personen die im Verkehrsraum tätig sind ) aus großer Entfernung bei Tag z. B. auch bei Nebel, Regen oder Schneefall und bei Nacht rechtzeitig sichtbar zu machen.
Für die Erkennbarkeit bei Nacht muss die Warnkleidung rundum mit Reflexstreifen ausgestattet sein.
Für die Erkennbarkeit am Tage muss die Kleidung fluoreszierend sein.

Die Reflexstreifen auf der Warnkleidung werfen bei Nacht das Licht von Kfz-Scheinwerfern zum Autofahrer zurück, sodass der Träger rechtzeitig erkannt werden kann. Die Streifen sollten waagerecht und senkrecht so auf der Bekleidung verteilt sein, dass die Träger in unterschiedlichen Körperhaltungen gut sichtbar sind.

Das fluoreszierendes Grundmaterial ist bei den unterschiedlichsten Sichtverhältnissen der beste Kontrast von Warnkleidung zur Umgebung. Je größer die Fläche des fluoreszierenden Grundmaterials ist, desto wahrscheinlicher ist die Erkennbarkeit bei großer Entfernung und/oder bei schlechten Sichtverhältnissen.

Warnschutzkleidung ist von Menschen zu tragen, die an Wegen und öffentlichen Strassen arbeiten ohne Absicherung vom Verkehr. Auch wenn die Arbeit nur einen kleinen Teil des Tages ausmacht, ist dabei immer Warnschutzkleidung zu tragen.

Nach der europäische Rahmenrichtlinie 89/391/EWG ist der Arbeitgeber für den Gesundheitsschutz und die Sicherheit des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz verantwortlich. In der europäisches Einzelrichtlinie 89/656/EWG wird die Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) geregelt. Ziel der Richtlinie ist die Festlegung von Mindestvorschriften bei Nutzung von Persönlicher Schutzausrüstung bei der Arbeit.

Die PSA muss :
  • den Bestimmungen der EU bezügl. Sicherheit und Gesundheitsschutz entsprechen
  • (Warnschutzkleidung unterliegt der Norm EN471)
  • den Rumpf, Arme und Beine vor schädigenden Einwirkungen bei der Arbeit schützen
  • den gegebenen Bedingungen am Arbeitsplatz angepasst sein
  • den körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen des Arbeitnehmers gerecht werden
  • dem Arbeitnehmer passen
  • vom Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt werden
  • vom Arbeitnehmer getragen werden
Warnschutzbekleidung

Anforderungen an Warnschutzkleidung

Für PSA gilt eine europäische Leistungsnorm, nach der sie geprüft wird, um dann eine Auszeichnung mit dem CE-Zeichen zu erhalten.

Was bedeutet das CE-Zeichen?

Das meist am Produkt bzw. der Packung aufgedruckte Symbol CE informiert darüber dass der Artikel den geltenden Vorschriften und Regelungen der europäischen Richtlinien für PSA entspricht. CE-Zeichen sind jedoch kein Qualitätssiegel sie sagen nichts über die Anforderungen an ein Produkt aus. Anforderungen an Schutzkleidung werden in den folgenden europäischen Normen festgelegt. Warnkleidung, die nicht mit dem CE-Zeichen markiert ist, gilt nicht als PSA. Sie darf in diesem Fall nicht als Warnkleidung eingesetzt werden.

In der PSA muss immer eine Produktkennzeichnung angebracht sein. Auf diesem Etikett müssen folgende Informationen verzeichnet sein:

  • 1.Herstellerinformation- Name und Adresse
  • 2.Artikelbezeichnung- Name bzw.Artikelnummer
  • 3.Nummer der Norm/ Piktogramm/Klasse oder Leistungsstufe
  • 4.Materialzusammensetzung
  • 5.Pflegekennzeichnung
  • 6.Größenangabe gemäß EN340

Europäische Normen

Warnschutzbekleidung

Allgemeine Anforderungen
EN 340:2003 Schutzkleidung

Sichtbarkeit
EN 471:2003 Warnkleidung

Klimabedingungen
EN 343:2003 Schutzkleidung gegen Regen
ENV 342:1998 Schutzkleidung gegen Kälte

Wärme- und Flammbeständigkeit
EN 469:2005 Schutzkleidung für die Feuerwehr
EN 470-1:1995 Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren
EN 1149-1:1996 Schutzkleidung: Elektrostatische Eigenschaften


Erklärung EN 471: 2003 Warnkleidung

Die EN 471 beschäftigt sich ausschließlich mit der Warnwirkung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Darin wird anhand von m² Angaben zwischen 3 Bekleidungsklassen unterschieden, Klasse 1 ist die niedrigste und Klasse 3 die höchste Schutzstufe. Je mehr fluoreszierendes Hintergrundmaterial und je mehr Reflexmaterial verwendet wird, desto größer ist die Sicherheit.

Warnschutzkleidung Klasse 3Klasse 2Klasse 1
Hintergrundmaterial 0,8 m²0,5 m²0,14 m²
Retroreflektierendes Material0,2 m²0,13 m²0,10 m²
(Länge bei 5cm breiten Streien)(4m)(2,6m)(2m)
Material mit Kombi- nierten Eigenschaften ... ... 0,2 m²

Wanschutzkleidung und die Klassen im Näheren...

Klasse 1 niedrigste Schutzstufe z.B.Reflexgeschirr, Rundbundhose Klasse 1 darf nur von Besuchern getragen werden, die von Personen in Kleidung der Klasse 2 oder Klasse 3 begleitet werden. In Deutschland ist es jedoch aufgrund gesetzlicher Regelungen üblich, nur Warnschutzkleidung der Klassen 2 und 3 zu verwenden.

Klasse 2 Mittlere Schutzstufe z.B. Verkehrswesten, Latzhosen oder T-Shirts( T-Shirt falls Reflexe unter der Latzhose getragen werden) Klasse 2 darf auf Straßen mit ausreichenden Sichtverhältnissen und geringer Verkehrsbelastung sowie Geschwindigkeiten bis ca.60 km/h getragen werden.

Klasse 3 Höchste Schutzstufe z.B. Mäntel und Jacken mit Ärmeln, Overalls, zweiteilige Anzüge Klasse 3 ist von Personen zu tragen, die auf Straßen mit normalen Fahrtgeschwindigkeiten arbeiten, an Eisenbahnanlagen und bei Rettungseinsätzen. Auf Straßen mit schlechten Sichtverhältnissen, großer Verkehrsbelastung und Geschwindigkeiten von ca. 60 km/h und höher wird Schutzklasse 3 verlangt. Die Kombinationen Jacke/Hose, aber auch Shorts/Verkehrsweste erfüllen die Anforderungen der Klasse 3,ebenfalls einteilige Kombinationen. Auch Parkas und Pilotjacken als separate Kleidungsstücke erfüllen die Norm für die Klasse 3

Im Zweifelsfall immer, Warnschutzbekleidung der Klasse 3 tragen!

Das Reflexband an der Warnschutzkleidung

Als Beispiel:
Von der Firma Planam Arbeitschutz GmbH verwendete Reflexband: 3M® Scotchlite 8910


Scotchlite"! Reflexgewebe 8910 Silber besteht aus direktverspiegelten offenen Glaskugeln, die auf ein haltbares Mischgewebe (65% Polyester/35% Baumwolle) aufgebracht werden. Es übertrifft bei weitem die in der höchsten Leistungsstufe (Klasse 2) geforderten Mindestrückstrahlwerte. Die retroreflektierenden Eigenschaften sind unabhängig von der Ausrichtung auf der Kleidung. Das qualitativ hohe Reflexband kann bei 60°C Haushaltswäsche, 50 Zyklen gemäß EN 471 gewaschen werden. Die gleich bleibend hohe Qualität von Scotchlite"! Reflexgewebe wird durch eine nach ISO 9002 zertifizierte Produktion gewährleistet.

Warnschutzkleidung tragen

Das sollten Sie Wissen:

  • Jacken geschlossen tragen, das Reflexband umgiebt den Oberkörper komplett.
  • Die Hosen über den Stiefeln tragen da sonst die Reflexstreifen verdeckt werden.
  • Das Kleidungsstück nicht kürzen oder verändern.
Informationen


Anforderungen an Warnschutzkleidung und Warnschutzbekleidung

Informationen zu Arbeitskleidung-Arbeitsbekleidung
finden Sie auf
http://www.arbeitskleidung-arbeitsbekleidung.de

Warnschutzkleidung
Informationen und
Schutzklassen zum Warnschutz
--> http://www.warnschutzkleidung.net





-->





-->

Informationen rund um Warnschutzkleidung und Warnschutzbekleidung auf www.warnschutzbekleidung-warnschutzkleidung.de